Costs to Buy and Own a Classic Camper Van

How much does it cost to buy a classic camper van? How much do you have to calculate for tax, insurance, maintenance and repairs? Of course, every van and every country is different, but in this article I will analyse in detail all costs of 2 year ownership of my 1978 Ford Transit Mk1 Westfalia camper van in Germany. And I promise there will be some positive and negative surprises.

Initial Investment:

Purchase price 2 years ago was 7,300 €. The van was a one-owner car in good condition, but I had to invest 1,460 € in restoration which should be added to the purchase price, because other than later repairs it belongs to the initial investment, in my eyes.

Together with 40 € of registration costs, that’s a total initial investment of 8,800 €.

Regular Annual Expenses:

Annual tax in Germany is a flat rate 191 € for a car older than 30 years, if it qualifies for historic plates. The annual insurance (fully comprehensive) is 216 €. The mandatory technical inspection (TÜV) is 163 € every second year. I had to pay 125 € for a valuation to determine the current market value, which is necessary to get the agreed value classic car insurance. Finally I pay 40 € per month or 480 € per year for a covered parking space in the barn of nearby farmer.

Maintenance costs are made up of one bigger service which included work on the carburetor and a new water pump and a small service which was more or less just an oil change for a total of 614 € in 2 years or 307 € per year.

In total my regular annual costs were 1,338 €.

Repair Costs:

I had three repairs within 2 years or 10,000 km. The two smaller ones were a broken distributor arm and a defect device that controls the charging of the battery. Both together were just about 200 €.

By far the biggest repair was replacing the spur wheels of the camshaft for 570 €. These Novotex spur wheels are a weak spot of Ford’s V4 engine. Total repair costs in 2 years of ownership were 784 €, that’s an annual 392 €.

Fuel Costs:

Fuel consumtion is 10.7 l/100km or 26 mpg (UK)  or 22 mpg (US). Additionally the Ford Transit needs an additive to compensate today’s unleaded fuel. And the engine consumes about 0.4 litre of 15 W40 oil per 1,000km.

Gas, additive and oil in total is 140 € per 1,000km or 700 € per year, because usually my road trips cover about 5,000km per year.

Total Annual Costs:   2,430 € (including gas for 5,000km).

That’s now really all costs for the camper van, but I haven’t yet calculated the costs for the campground. My average costs were exactly 26 € per night so far.

For my annual 5,000km of road trips we usually stay about 25 days on campgrounds, that’s another 650 €. All in all, I have paid 3,090 € per year in total for the pleasure of 25 days of holiday travelling…. quite a lot of money and not really cheap holidays!

But there is still a joker in my calculation: Classic camper vans have risen in value in recent years and part of my annual costs have been compensated by appreciation.

If you want to know more details about the costs of my Ford Transit Camper Van and how appreciation over the last two years resulted in „nearly free“ ownership and holidays, check out my latest Youtube video:

https://youtu.be/7o7DmMROVU4

Vorstellung auf Youtube

Wir haben uns mal den Spass gemacht, ein kleines Video von unserem Wohnmobil zu basteln, in dem wir alle Ausstattungsdetails vorstellen und einen Eindruck vermitteln, wie sich der Camper in voller Fahrt anfühlt.

Hier ist der Link zum Video:

https://youtu.be/DWLr4XvQQ3Y

Mille Miglia 2017

Der Mille Miglia Start in Brescia war wie immer ein sensationelles Erlebnis. Wo sonst findet man 460 Oldtimer lautstark durch malerische italienische Altstadt-Gassen röhren. Wir haben uns rechtzeitig ein schattiges Plätzchen gesucht, mit Tramezzini und Aperol Spritz versorgt und dann drei Stunden lang das Spektakel genossen. Einen kleinen Eindruck von der Atmosphäre gibt’s hier im Video:

Mille Miglia Start in Brescia

Nach den Menschenmassen in Brescia kam uns die Ruhe am Lago d’Iseo sehr gelegen. Dieser See ist so etwas wie die kleine Schwester des Gardasees, viel weniger bekannt, viel weniger Touristen, aber ebenso schön gelegen inmitten der Bergwelt mit hübschen kleinen Ortschaften.

Wir sind immer sehr leicht zufrieden zu stellen. Ein Stellplatz in der ersten Reihe am Wasser reicht und wir sind glücklich.

Die Tour führte uns danach weiter Richtung Süden, über Mailand und Genua entlang der italienischen Riviera mit dem Ziel Cinque Terre. Wir kannten die Cinque Terre bereits aus einem früheren Urlaub in den 90er Jahren und wollten unbedingt noch einmal die Wanderung zwischen Monterosso und Riomaggiore unternehmen.

Natürlich sind die kleinen Ortschaften heute kein Geheimtip mehr und es sind insbesondere viele Amerikaner und Asiaten unterwegs. Dennoch ist der Charme nach wie vor überwältigend und allemal eine Reise wert. Dabei ist Mai eine gute Reisezeit. Noch nicht gar so überlaufen wie im Sommer und insbesondere noch viel grüner. Den ganzen Wanderweg entlang blüht und duftet die Macchia.

Vernazza, das wahrscheinlich berühmteste Fotomotiv der Cinque Terre. Es empfieht sich in jedem Fall, das Auto La Spezia oder Levanto (hier war unser Campingplatz) stehen zu lassen und mit dem Zug nach Monterosso zu fahren. Dafür gibt es eine praktische Kombikarte für den Nationalpark und beliebig viele Fahrten zwischen den Orten mit der Bahn. Von Monterosso aus kann man dann bequem an einem Tag über Vernazza bis Corniglia wandern. Die letzten beiden Orte, Manarola und Riomaggiore haben wir dann nicht mehr erwandert, sondern nur noch mit dem Zug besucht.

Auf dem Rückweg erholten wir uns noch einige Tage am Gardasee, natürlich wieder mit einem Stellplatz in der ersten Reihe am Wasser.

 

Rheingold-Tour

Wir haben lange auf den Sommer gewartet, um unsere „Rheingold“ Tour zu starten, aber Anfang August war es dann endlich soweit und wir sind eingetaucht in die sagenumwobene Landschaft von grünen Weinbergen und malerischen Burgen, haben jeden Abend mit einer Flasche Wein den Ausblick auf Fluß und Schiffe genossen und natürlich auch die eine oder andere Bekanntschaft zu anderen Freunden und Besitzern von alten Campern gemacht.

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Traumhaftes Panorama auf unserem Lieblings-Campingplatz am Rhein, direkt gegenüber der Loreley: Unser Ford Transit Mk1 Westfalia Wannsee, ein riesiger umgebauter Magirus-Deutz und ein VW T3 treffen hier rein zufällig aufeinander.
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Niederländischer Magirus-Deutz aus den 50er Jahren
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Auf einem kleinen Campingplatz in der Nähe von Colmar: Unser Ford Transit Westfalia und ein schöner Hanomag-Henschel aus den Niederlanden, welcher nicht nur zufällig große Ähnlichkeiten mit dem Mercedes T2 („Düsseldorfer Transporter“) hat.
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VW Bulli T2 aus den Niederlanden
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Ein anderer VW Bulli T2, diesmal aus England.
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Fiat 238 aus den Niederlanden
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Bedford CF Dormobile aus Malta
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Inzwischen bereits an der Mosel auf dem Weg nach Trier: Unser Ford Transit Westfalia und ein Mercedes T1 Weinsberg Orbis
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Frühstück direkt am Rhein in der Nähe von Rüdesheim

2000 km durch Italien im Transit Westfalia

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Campingplatz bei Lazise am Gardasee

Nachdem unser Transit mit frischem Service samt neuen Stirnrädern gut für die große Reise vorbereitet war, brachen wir Mitte Juni zunächst Richtung Gardasee auf. In Lazise fanden wir einen Stellplatz in der ersten Reihe direkt am Wasser mit wunderbarem Panoramablick über den See und auf die Burg und Stadtmauer des kleinen Ortes. Endlich hatten wir auch Gelegenheit, unseren bei Ebay kürzlich noch ersteigerten Vintage-Sonnenschirm das erste Mal zu testen, ein original 70er Jahre Schmuckstuck mit kräftig roten Blumen und natürlich den obligatorischen braunen Fransen am Rand.

Campingplatz in Fiesole bei Florenz
Campingplatz in Fiesole bei Florenz

Die Tour führte uns dann weiter nach Florenz, wo wir etwas oberhalb im kleinen Ort Fiesole einen schönen kleinen Campingplatz fanden. Von hier oben konnte man ganz Florenz überblicken und mit dem Bus in wenigen Minuten das Stadtzentrum von Florenz erreichen.

Campingplatz am Lago Trasimeno
Unser Ford Transit Mk1 Westfalia Wannsee auf einem Campingplatz am Lago Trasimeno

Nach einem Stop in Siena verließen wir die Toskana Richtung Adria. Auf dem Weg entdeckten wir den Lago Trasimeno, welcher bislang nicht auf unserem Radar lag, sich dafür aber als ein umso schöneres Urlaubsziel herausstellte. Unser Campingplatz in Passignano lag direkt am See und der kleine Ort begeisterte uns mit seiner malerischen Altstadt und einer Burg, von deren Turm sich der ganze See samt Campingplatz überblicken ließ.

Passignano am Lago Trasimeno
Passignano am Lago Trasimeno

An der Adria angekommen suchten wir uns im kleinen Ort Sirolo nahe Ancona einen Campingplatz am Hang mit Blick aufs Meer. Der Strand war problemlos über einen steilen Pfand mit vielen Stufen zu erreichen. Beide Buchten unterhalb des Campingplatzes sahen einladend aus, aber das Wasser im Juni ließ uns im Gegensatz zu den beiden zuvor besuchten Seen doch arg frösteln.

Blick auf die Adria bei Sirolo nahe Ancona
Blick auf die Adria bei Sirolo nahe Ancona und das Heck unseres Ford Transit Mk1 Westfalia
Die Kirche von Sirolo
Die Kirche von Sirolo

Von Ancona aus führte uns der Weg an der Adria entlang nach San Marino. Von dieser Stadt hatten wir uns etwas mehr versprochen. Uns war der Eindruck deutlich zu touristisch. Natürlich ist auch Florenz oder Siena voll von Touristen, aber in San Marino dominieren einfach zu sehr die Läden mit dem typischen Touristenkram, so dass der Charme der alten Gemäuer darunter leidet.

San Marino
San Marino

Den Abschluss unserer Italienreise bildete Verona. Hier gibt es oberhalb der Altstadt innerhalb der Mauern des Castels San Pietro einen netten kleinen Campingplatz. Nicht nur, dass man vom Castel einen traumhaften Blick über Verona genießen kann, der große Vorteil ist insbesondere, dass man von hier zu Fuß in wenigen Minuten in der Altstadt ist. Der Platz selbst ist sehr klein und eher für Wohnmobile und Zelte, weniger für Wohnwagen geeignet. Auch sind die sanitären Einrichtungen deutlich verbesserungsbedürftig, aber die geniale Lage entschädigt und so würden wir den Platz dennoch für Verona-Sightseeing absolut empfehlen.

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Welche Eindrücke blieben sonst noch hängen?

  • Im Schnitt verbrauchte der Transit mit seinem 1.7 Liter V4 genau 10,8 Liter Super auf 100 km und 0,4 Liter Öl auf 1000 km. Ich denke, das bewegt sich im akzeptablem Rahmen. Auf der Autostrada schwammen wir gemütlich mit 85 -90 km/h (Tacho: 95) mit den LKWs mit.
  • Auf allen besuchten Campingplätzen fehlten andere Vintage Camper. Keine alten Wohnmobile und Wohnwagen weit und breit. Es kann doch nicht sein, dass die alle nur zuhause in der Garage stehen und nicht mehr auf Reise gehen dürfen???
  • Was ist nur mit den italienischen Auto- und Lastwagenfahrern los… sie lieben es, mit einem Meter Abstand auf der Autostrada den Windschatten des Vordermanns zu nutzen. Gibt es in Italien eigenlich keine Abstandsregeln? Oder kontrolliert die nur keiner? Es gibt zwar auch in Deutschland solche Psychopathen, aber nicht ansatzweise in dem Ausmaß, wie wir es in Italien erlebt haben.
Citoen HY, gesehen am Gardasee
Citoen HY, gesehen am Gardasee

Lenkrad und Außenspiegel für Transit Mk1

Unser Transit-Lenkrad leidet – wie viele andere auch – unter Rissen im Kunststoff zwischen Speichen und Nabe. Daher sind wir auf der Suche nach einem guten Ersatz.

Transit Lenkrad

Außerdem suchen wir einen originalen Außenspiegel in schwarz, wie auf dem Prospektfoto unten zu sehen. Es gab zu diesem Zeitpunkt (1977) wohl zwei verschiedene Ausführungen, eine für schmale Modelle (welche wir brauchen) und eine stärker ausgestellte Version für die breiteren Modelle.

Transit Aussenspiegel

Wer diese Ersatzteile im guten Zustand anbieten kann, darf sich gerne melden! 🙂

Prospekt der Westfalia Modelle Chiemsee und Wannsee

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Ford Transit Westfalia Prospekt

Unser Westfalia Wannsee war laut Prospekt gedacht „für das alleinstehende Ehepaar“, während das Modell Chiemsee „Wohn- und Reise-Komfort für die ganze Familie“ bot.

Der entscheidende Unterschied waren Sitzbänke in Längsrichtung beim Wannsee. Dagegen hatte das Modell Chiemsee die Sitzbänke in Querrichtung und dafür zusätzlich ein Bett für zwei Kinder im Obergeschoss auf halber Höhe.

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Die Modelle Chiemsee und Wannsee im Westfalia-Prospekt für den Ford Transit

Beide Modelle gab es alternativ mit dem bei unserem Camper verbauten großen Hubdach (welches zwei weitere Schlafplätze im Dach ermöglichte), einem kleinen Hubdach sowie mit einem festen Polyester-Hochdach wie auf den Prospektfotos (mit dem Vorteil zusätzlicher Staukästen unter dem Dach, welche unserem Wagen fehlen). Die Hubdächer wurden dabei von der Firma Voll aus Würzburg zugeliefert, was durch eine entsprechende Plakette am Dach auch dokumentiert wird.

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Beide Modelle gab es sowohl mit kurzem wie mit langem Radstand. Wir haben den „Kurzen“ FT 100 und müssen daher auf einen 70cm breiten Anbauschrank verzichten, welcher den wesentliche Unterschied zwischen den beiden darstellt.

Ford Transit Mk1 Westfalia Wannsee

Lange genug haben wir nun schon von einem Oldtimer-Wohnmobil geträumt und das Internet durchforstet. Aber die Suche war nicht einfach. Ja, es gibt viele schöne VW Bullis, aber wir wollten etwas weniger naheliegendes, nicht everybody’s darling. Wir konzentrierten unsere Suche daher auf einen Opel Bedford oder Ford Transit, wobei es unbedingt ein Modell aus den 70ern mit Hubdach werden sollte. So klar die Vorstellungen waren, so aussichtslos schien zunächst die Suche nach einem guten Exemplar. In England wurden immer mal wieder von Firmen wie Dormobile umgebaute Modelle angeboten, durchaus schön, aber natürlich mit ungeliebter Rechtslenkung.  Dann aber tauchte auf mobile.de doch noch der „Sechser im Lotto“ auf…. einer der ganz raren Ford Transit Mk 1 Westfalia Wannsee, ein original deutsches Modell, welches Anfang 1978 an die Erstbesitzerin ausgeliefert wurde und sich bis heute samt Originalrechnung und Prospekt in ihrem Besitz befand. Klar, dass da die Kaufentscheidung keine Bedenkzeit mehr brauchte.